Platte des Monats 2018 - Plattensammeln - das schwarze Gold der Musikfreunde

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Platte des Monats 2018

Platte des Monats
Jeden Monat wählt die Redaktion des Oldie-Marktes eine Platte zur "Platte des Monats ...
Jahrgang 2018
AusgabeTextPlattenconver
02-18
Mit ihrem Comeback-Album A Sting In The Tale liefern Ten Years After eine tolle Platte ab.

Als sich die alten Mitglieder von Ten Years After mit Ausnahme von Alvin Lee sich 2003 entschieden, wieder zusammen zu spielen und mit dem Gitarristen Jo Gooch das Album Now aufnahmen, zeigte es sich, dass das durchaus eine legitime Fortsetzung der großen Karriere ihrer alten Band war. Danach tourte man und bewies den alten und neuen Fans, dass dies ein sinnvolles Comeback war. Nachdem man einige DVDs und Live-Alben veröffentlicht hatte, erschien 2009 die nächste Studioplatte Evolution. Doch 2013 verabschiedeten sich Bassit Leo Lyon und Joe Gooch, um mehr Zeit für ihre eigene Band Hundred Seventy Split zu haben. Ric Lee und Chick Churchill überlegten nur kurz, ob sie weitermachen wollten. Dann holten sie den Bassisten Colin Hodgkinson und den Gitarristen, Sänger und Songschreiber Marcus Bonfanti und machten weiter. Aus heutiger Sicht kann man nur sagen: Zum Glück. Denn die erste Studioproduktion dieser Formation ist die beste Platte seit A Space In Time, weil wie 1971 der Blues nur einen Teil der Musik bildet. Mit Marcus Bonfanti haben die Routiniers einen jungen Musiker gefunden, der auf dieser CD bewiesen hat, dass er das richtige Gespür für die Musik seiner neuen Kollegen hat, aber vor allem auch Songs schreibt, die genau in das Stilspektrum der Band passen. Das ist alles vor allem ein gutes RockAlbum, bei dem zwar der Blues immer einmal wieder  um  die  Ecke  schaut,  aber  im Vordergrund stehen die Melodien, die Bonfanti fand. Das hört sich nicht immer spektakulär an, aber über die 52 Minuten wird die Musik immer besser. mvr

Butler 8718627226216 / H´art
01-18
Mit ihrem dritten Album Agusa legen die Schweden ein exemplarisches Symphonic Rock-Werk vor.
 
Der Symphonic  Rock geriet in der Vergangenheit zurecht etwas unter Beschuss. Viele Kritiker waren der Meinung, etliche der Veröffentlichungen aus dieser Ecke wären hauptsächlich dröge Veranstaltungen mit kaum Spannung in der Musik und langen Tracks,  die irgendwann im Nirvana der Rockmusik endeten. Das traf sicherlich auf etliche Formationen zu, denen es häufig an melodischen Einfällen mangelte, aber es gab immer auch Ausnahmen, die ihre Kompositionen so anfertigten, dass sowohl die Melodik als auch der Rock nicht zu kurz kamen. Zu dieser seltenen Spezies gehört die schwedische Band Agusa, die bislang zwei Studio-Alben und einen Konzertmitschnitt vorgelegt hat. Die vierte CD trägt nur den Namen der Gruppe und ist ihr bislang bestes Opus. Das liegt an drei Faktoren: Zum einen natürlich an den Tracks, die alle von der Band kommen und die geschickt die Balance zwischen Esoterik und Rock halten. Zum zweiten fanden Keyboarder Jonas Berge, Flötistin Jenny Puerta, Gitarrist Mikael Ödesjö, Bassist Tobias Petterson und Schlagzeuger  Tim Wallander genau den richtigen Mix aus ruhigeren und rockigen Passagen. Und schließlich hielten sie die Spielzeit der Tracks so, dass keiner ausufert, sondern der Spannungsbogen immer aufrecht erhalten bleibt. Bei dieser Musik ist es keine Überraschung, dass die Titel im Konzert nie so bleiben, wie sie auf der Platte gespielt wurden. Zu der Musik gehören Improvisationen dazu wie das Brot zum Leben. Dies ist eine Formation, die den Symphonic Rock verkörpert. mvr

 
Laser´s Edge 10802-8 / Alive
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