Platte des Monats 2019 - Plattensammeln - das schwarze Gold der Musikfreunde

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Platte des Monats 2019

Platte des Monats
Jeden Monat wählt die Redaktion des Oldie-Marktes eine Platte zur "Platte des Monats ...
Jahrgang 2019
Ausgabe
Text
Plattencover
10-19
The Ritualists bringen mit ihrem Debüt Painted People die 70er und 80er Jahre zurück.

Es ist immer wieder lustig,  was unterschiedliche Menschen bei einer Platte zu hören glauben. Dieser Band aus New York wurde eine Verwandtschaft mit Velvet Underground, David Bowie, Duran Duran und Suede nachgesagt, aber abgesehen von dem Gesang, der tatsächlich ab und an Bowie erinnert, ist das Mumpitz. Denn tatsächlich gehen die Amerikaner zurück in die 70er und 80er Jahre, als Bands wie U 2 (an Bono Vox erinnert Christian Dryden tatsächlich am meisten) den Gitarrenrock neu definierten. Speziell an den hymnischen Klang der Iren haben sich die New Yorker angedockt. Was sie aber selbst beigesteuert haben, sind die fantastischen Songs, die den bekannten Klang in ein neues Umfeld gestellt haben. Nicht nur die Melodien und der ausgezeichnete Gesang von Christian Dryden ragen heraus, sondern auch die Gitarrenspuren, die die Stimme von Dryden ausgezeichnet unterstützen. Sie sind nicht so präsent wie bei ihren Vorbildern, aber sie bestimmen den Klang der Formation, zusammen mit der wuchtigen Rhythmus-Sektion. Was zudem auffällt, ist die manchmal verträumt wirkende Stimmung, die etliche Lieder prägt. Wie da einige Kollegen auf eine Verwandtschaft mit der psychedelischen Ära kommen oder die Musik gar als Postpunk bezeichnen, entzieht sich meiner Kenntnis. Das ist schlicht und ergreifend herausragender Gitarrenrock, wie er selten so gut gehört werden konnte wie hier ganz egal, ob in den späten 70er Jahren oder heute. Viel zu selten waen Melodik, die Gitarren und der Gesang so gut austariert wie hier. Diese Gruppe wird mit absoluter Sicherheit ihren Weg machen. mvr

09-19
Status Quo kehren mit Backbone zu ihrem alten Sound der 70er Jahre zurück.

Francis Rossi ist mittlerweile der letzte Musiker, der in der ersten Besetzung von Status Quo agierte - doch das muss nichts heißen, schließlich ist Keyboarder Andy Bown auch schon seit 40 Jahren an Bord. Nach dem Tod von Rick Parfitt sah es eine Weile so aus, als ob Rossi den Bettel hinschmeißen würde, aber mit Richie Malone tauchte ein neuer Gitarrist auf, der den alten Partner von Rossi tatsächlich ersetzt hat. Also fand man sich Ende 2018 und Anfang diesen Jahres im Heimstudio von Rossi ein, um auszuprobieren, ob man Material für ein neues Album finden würde, obwohl es sogar in der Gruppe Widerstände dagegen gab. Aber das kleine Wunder geschah: Man spielte nicht nur neue Songs ein, sondern sie besitzen dieselbe Qualität wie die Klassiker, die man in den 70er Jahren aufgenommen hat. Das ist insofern eine echte Sensation, als keine der letzten Studioplatten der Jungs mit den großen Alben der 70er Jahre zu vergleichen war und die letzte Studioproduktion schon 8 Jahre zurück liegt. Und genau deswegen hat man auch den Titel genau richtig gewählt. Denn im wahrsten Sinne des Wortes haben Status Quo Rückgrat bewahrt und sind zu dem Klang zurückgekehrt, der sie zu einer der herausragenden englischen Rockbands der 70er und 80er Jahre werden ließ, auch wenn ihnen oft vorgeworfen wurde, Rock der Steinzeit zu produzieren. Gemessen an dieser Platte ist das ein großes Lob, weil das Quintett dem Trend widerstanden hat, alles neu zu erfinden. Es ist eine Tugend, zu den eigenen Wurzeln zu stehen und sie so umzusetzen, dass sie auch 2019 einfach tolle Rockmusik sind. Francis Rossi & Co. haben demonstriert, wie gut der Rückgriff auf alte Tugenden klingen kann.  mvr

08-19
Mit ihrer zwölften CD Shake And Bake legt das US-Duo Left Lane Cruiser eine Bluesrock-CD der Extraklasse vor.

Jack White hat es mit den White Stripes vorgemacht und Frederick „Joe“ Evans IV. und Brenn Beck demonstrieren es ebenfalls erfolgreich seit 11 Jahren: Man kann richtig viel Lärm auch zu zweit machen. Die beiden aus dem Nest Fort Wayne im US-Bundesstaat Indiana präsentieren seit 2008 ihre ganz eigene Form des Bluesrock und Shake And Bake ist ihr 12. Album, zählt man den Sampler Beck In Black dazu. Was man hier bekommt, ist Bluesrock in seiner klobigsten Form. Weder wird Joe Evans jemals einen Schönheitspreis für sein Gitarrenspiel gewinnen, noch für seinen Gesang noch sein Kollege Brenn Beck einen für das, was er am Schlagzeug macht - aber dafür fetzen die beiden durch ihr Repertoire, dass es eine Freude ist. Zwar gibt es immer einmal wieder einen akustischen Song, aber ansonsten gibt es nur ein Tempo: Vollgas. Und das beherrschen die beiden derart gut, dass es nie auch nur eine Sekunde Langeweile gibt. Sobald die E-Gitarre von Evans ins Spiel kommt, ist es vorbei mit der Ruhe. Dann wird gerockt, dass es nur so rumst im Karton. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die Songs ebenfalls erster Güte sind. Auch wenn sie nur Vehikel für die Gitarre und die Stimme des Mannes sind, besitzen sie dennoch eine hohe Qualität. Genau diese Verbindung macht die CD unwiderstehlich: Der Raspelgesang von Evans, seine Gitarre und der unbarmherzige Rhythmus von Beck, der das Ganze vor sich her treibt. Am Ende der CD fühlt man sich wie nach einem Gewitter: Erleichtert, aber dennoch fasziniert von der Urgewalt, die gerade über einen hereingebrochen ist. mvr

07-19
Abel Trigó legt mit seinem Debüt Brave New World ein beeindruckendes Album vor.

Obwohl Abel Trigó vor 41 Jahren in Mönchengladbach geboren wurde, ist er Spanier und lebt inzwischen wieder da, wo seine Eltern einmal herkamen. Doch wer glaubt, man würde diesen Einfluss in seiner Musik wiederfinden, sieht sich getäuscht. Tatsächlich  hat der komplett eigenständige Mann - er schrieb nicht nur alle Songs und sang sie ein, sondern bediente auch alle Instrumente selbst -  eine Platte veröffentlicht, die poppige Melodien mit rockigen Hintergründen verbindet. Das Konzept unterstreicht bereits der Opener State Of Mind, der nicht nur mit einer extrem eingängigen Melodie aufwartet, sondern dazu auch noch kräftig rockt und dessen Text eine Botschaft vermittelt, die demonstriert, dass Trigó aufmerkam beobachtet, was sich in unserer Welt tut. Diese drei Komponenten -  die Musik, die Texte und die Arrangements präsentieren den deutschen Spanier als aufgeweckten Musiker, der keinesfalls in einem Elfenbeintrum lebt, sondern sich mit der realen Welt auseianndersetzt. Doch die Texte sind nur der Nebeneffekt, im Vordergrund steht die Musik und die ist ihm über die Maßen gut gelungen. Nicht nur wegen der cleveren Arrangements, bei denen auch das eine oder andere Gitarrensolo auftaucht, sondern vor allem wegen der Zusammenführung der verschiedenen Elemente, die alle Trigó als Meister seines Faches und einen echten Solisten zeigen, der alle Elemente seiner Musik abdeckt. Vielleicht ist sein Erstling deswegen so gut gelungen, weil er alles selbst machte und keine anderen Einflüsse als die eigenen zuließ. Auf jeden Fall ist das bester, eingängiger Rock eines Könners. mvr

06-19
Mit Digging For Rays legt Joseph Parsons endlich ein rundum gelungenes Singer/Songwriter-Album vor.

Wenn man beim Blue Rose-Label einen Musiker hat, den man als Urgestein bezeichnen kann, dann ist es der Singer/Songwriter Joseph Parsons, der mit dieser CD  seine 13. vorlegt und mit diversen anderen Projekten auch schon bei der auf Singer/Songwriter, Westcoast und Americana spezialisierten Firma aus Heilbronn notorisch geworden ist. Auf jeder seiner Platten gab es immer etliche Highlights, doch diesmal hat er es zum ersten Mal geschafft, kein schwächeres Lied auf die CD zu packen, sondern nur gutes Material, zu dem auch die abschließend auf deutsch gesungene Version von Wide Awake, Hellwach gehört. Was er vorher eingespielt hat, demonstriert einmal mehr, dass er zur klassischen Art seines Stils gehört, bei der Elemente der Countrymusik ebenso in den Klang einfließen wie die der Westcoast Musik und natürlich der Rockmusik. All das verschmelzt er hier in seinen Songs und nicht nur das: Erstmals arbeitet seine ruhige Dar bietung nicht gegen ihn, sondern seine völlig souveräne Ablieferung passt genau zu den Songs, die er geschrieben hat. Schon der Opener Wide Awake sorgt für gute Stimmung, weil die Melodie ebenso passt wie die Gitarreneinsätze. Und das trifft auch auf die weiteren Songs zu, die nie sofort mitreißen, sondern nach und nach ihre Qualität erkennen lassen. Was da alles drin ist, macht die CD zu einer der seltenen Produktionen, wo man beim Hören jedesmal etwas Neues entdecken kann. Für so etwas muss man ein Meister seines Faches sein Joseph Parsons ist das definitiv und diese Platte ist seine beste. mvr

05-19
Krissy Matthews legt mit Monster In Me eine perfekte Rockplatte vor.

Wenn man schon mit drei Jahren von seinem Vater auf die Bühne geholt wird, liegt es nahe, irgendwann die Musik zu seinem Beruf zu machen. Mit 5 bekam Matthews von seinem Vater Keith eine elektrische Gitarre, mit 11 studierte er den Blues und mit 12 durfte er neben John Mayall auf der Bühne stehen. Noch im selben Jahr gründete Krissy Matthews die Krissy Blues Boys mit seinem Vater an der Rhythmus-Gitarre. 2006 veröffentlichte er seine erste CD und 2008 verließ er die Schule schließlich legte er mit 16 schon seine zweite Platte vor. Und doch kann man diese Disc, seine 6., nicht als Bluesrock bezeichnen. Dem Glücksfall, dass sich Pete Brown erbot, für ihn Texte zu schreiben, verdankt er es, dass auch auf dieser Disc Musik und Inhalte eine glückliche Verbindung eingegangen sind. Dabei kommt Matthews zunächst relativ direkt ´rüber. Zunächst denkt man, hier würde harter Rock geliefert, aber   dann stellt man fest, dass in jedem Song richtig gute Melodien stecken und Matthews die auch noch kompetent vorträgt. Seine Band besteht aus dem klassischen Gerippe einer Rockband. Zur Rhythmus-Sektion um Bassist Sam Weston und Schlagzeuger Kevin Hickman kommt noch der Tastendrücker Rasmus Solem, der das Tüpfelchen auf dem i bei vielen Arrangements liefert. Vor allem aber zählen die Songs und die sind Matthews glänzend gelungen. Die direkte Produktion ohne alle Gimmicks oder Kinkerlitzchen trägt ihren Teil dazu bei, dass man hier eine Rockplatte aus einem Guss bekommt, bei der der Blues vielleicht manchmal ums Eck schaut aber nicht mehr. Damit beweist Matthews echte Klasse. mvr

04-19
RPWL legt mit Tales From Outer Space eine CD vor, die sich an ihren Idolen orientiert.

Eine der erfolgreichsten Bands der progresisven Rockmusik in Deutschland begann ihre Existenz einmal als Coverband von Pink Floyd. Irgendwann schwammen sie sich frei und brachten eigene CDs heraus, die immer dann besonders überzeugten, wenn sie an ihre Idole erinnerten. Dies ist 2019 auf jeden Fall gelungen. Dieses Konzeptalbum über Science Fiction - deswegen auch der Titel Tales From Outer Space und das Cover, das an die billigen Heftchen der 50er und 60er Jahre erinnert, die sich mit Science Fiction  beschäftigten - ist musikalisch eine herausragende Produktion geworden, vor allem deswegen, weil die Oberbayern diesmal eine Produktion vorgelegt haben, auf der nicht nur der Sound in Richtung der Wish You Were Here-Phase von Pink Floyd geht, sondern sie ihn mit den eigenen Mitteln erarbeitet haben. Dass Guy Pratt, der sowohl für Pink Floyd als auch für David Gilmour den Bass zupfte hier bei einem Stück mitspielte, rundet das Bild ab. Am Überzeugendsten auf der CD sind jedoch die langen Tracks, die demonst- rieren, wie gut das Quartett die großen Zusammenhänge beherrscht und nicht nur das: Es schafft vor allem, stets die Spannung auf- recht zu erhalten. Man könnte ironisch sagen: Über diese Platte wäre Pink Floyd extrem stolz, aber David Gilmour & Co. fehlen inzwischen die Ideen. Die Oberbayern aber haben sie und das unterstreicht diese 50-minütige CD zu jeder Zeit. Mit diesem Album be- weist das Quartett, dass es von seinen Vorbildern viel gelernt hat, aber vor allem in der Lage ist, ihre Musik so umzusetzen, dass man die eigene Handschrift entdecken kann.

03-19
Sean Chambers legt mit Welcome To My Blues ein ausgezeichnetes Bluesrock-Album vor.

Florida ist in den USA eigentlich als Paradies der Rentner berühmt, weil es dort viel Sonne und Wärme gibt. Doch gleichzeitig kamen daher viele große Bands und auch der Sänger, Gitarrist und Songschreiber Sean Chambers stammt von da. Er legte sein erstes Album 1998 vor und spielte danach fünf Jahre  als Leadgitarrist in der Band des ehemaligen Gitarristen von Howlin´ Wolf, Hubert Sumlin, ehe er sich wieder selbständig machte. Seine Qualität als Gitarrist ist ebenso unbestritten wie die als Sänger, aber als Songschreiber konnte er bislang nicht voll überzeugen - bis heute. Das mag auch am Produzenten Ben Elliott liegen, mit dem er seit dem vorletzten Opus zusammenarbeitet. Offensichtlich hat der Mann, der bereits mit Eric Clapton und Steve Miller arbeitete, den richtigen Knopf gefunden, um seinen Klienten zu Höchstleistungen zu stimulieren. Diese CD ist auf jeden Fall die bislang eindeutig beste, die er vogelegt hat. Das liegt an drei Ursachen: Zum einen setzt er seine Gitarre so effektiv und explosiv ein wie selten zuvor. Zum zweiten hält er mit seiner rauen Stimme die Spannung immer oben. Und zum dritten sind ihm noch nie zuvor so viele gute Songs eingefallen wie diesmal. Zudem nahm er mit der Luther Allison-Komposition Cherry Red Wine und dem T-Bone Walker-Stück All Night Long zwei Coverversionen auf, die dem Ganzen noch eine Prise Pfeffer mehr geben. Mit diesem Album rückt Chambers in die erste Garde der Bluesrocker vor. Hoffentlich kann er dieses Niveau auch in den nächsten Jahren halten, dann hat er richtig gute Karten, um in die erste Liga des Bluesrock zu kommen. mvr


02-19
Dornenkönig legen mit Hell einen Erstling vor, der in jeder Hinsicht durch seinen harten Rock und die Texte überzeugen kann.

In Deutschlands Rockmusik tut sich etwas. Nachdem im Oldie-Markt vom Januar bereits Albert Luxus aus Köln einen herausragenden Tonträger vorgelegt haben, ziehen jetzt Dornenkönig nach. Wobei die Band, die aus der 2005 gegründeten Schlagwerk entstand, einmal mehr die Theorie bestätigt, dass viele erfolgreiche Gruppen aus der Provinz kommen, weil man dort nicht viel anderes zu tun hat. Sänger und Songschreiber Ralph Bartelmess und seine Kumpane stammen nämlich aus dem bei Heilbronn gelegenen Städtchen Brackenheim, das sich als die größte Weinbaugemeinde Württembergs bezeichnet. Nachdem man unter dem Namen Schlagwerk (eine CD 2012) nicht reüssierte, versucht man es jetzt unter dem neuen Namen und produzierte die CD Hell bei dem renommierten Produzenten Tommy Newton (Victory, Helloween, Guano Apes), der in seinem Studio in Hannover die Musik der Band in einen direkten, glasklaren Rock- Ohren und Beine geht. Was auffällt, sind drei Faktoren: Zum einen die uniform guten Songs, die sowohl Melodie als auch harten Rock bringen. Die Stimme von Ralph Bar- thelmess, der immer der Chef im Ring bleibt. Und schließlich der nahezu perfekte Mix aus den rockigen Liedern und den melodischen Balladen, die das Quintett ausgezeichnet hinbekommen hat. Dabei ist der Klang der Gruppe alles andere als einseitig: Keyboarder Markus Dietz kommt genauso zur Geltung wie Gitarrist Stefan Schönbrunn und Bassist Michael Schmitz hält mit Schlagzeuger Matthias Konrad das Ganze schön am Boden. Das ist richtig gut.  mvr





01-19
      
Mit seiner  dritten CD Diebe nimmt das Kölner Duo Albert Luxus einen kompletten Stilwechsel zu ausgezeichnetem Deutschpop vor.
Im Duo zu musizieren ist nicht ganz einfach. Die Erfahrung haben der Songschreiber, Sänger und Gitarrist Matthias Sänger und der singende Schlagzeuger Andreas Kiwitt seit Jahren gemacht. Besonders auf dem zweiten Album, auf dem Kiwitt neben den Drums auch noch den Bass bediente, war das problematisch. Nach einer längeren Pause ist Albert Luxus wieder da und legt ein Album vor, das besten Deutschpop bringt. Nicht nur, weil die Texte in der Regel witzig und fundiert sind, sondern vor allem, weil die beiden den Klang richtig gut hingekriegt haben. Was besonders auffällt, sind die Vokalharmonien bei vielen Stücken, aber auch die Soli, die Sänger, der normalerweise als Sozialarbeiter in Düsseldorf arbeitet, so hinlegt. Im Vordergrund stehen natürlich die Songs und da hat Sänger definitiv ins Schwarze getroffen. Angefangen mit Socken von gestern, Jacuzzi, dem Titelsong oder In den Arm bitte! - das sind nur die ersten vier Songs und in derselben Qualität geht es weiter. Das ist richtig guter Pop, der niemals seicht oder schleimig wird, sondern die NDW-Atmosphäre des unfertigen oder naiven vom Anfang bis zum Ende beibehält. Gleichzeitg fielen Sänger immer wieder starke Melodien ein, die die Lieder mühelos tragen können. Da die beiden darüberhinaus auch bei den Arrangements ein feines Händchen bewiesen haben, ist das immer ebenso überraschend wie eingängig, ohne sich an den Boom der Musikrichtung anzuhängen: Hier scheppert es nämlich und das ist nicht so geleckt wie viele Produktionen, die man inzwischen in den deutschen Hitparaden hört.  mvr

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