Schallplatten - das schwarze Gold ... - Plattensammeln - das schwarze Gold der Musikfreunde

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Warum das Label der Schallplatte für Sammler wichtig ist

Plattensammeln - das schwarze Gold der Musikfreunde
Herausgegeben von in Vinyl ·
Nachdem ich beim letzten Mal eine kurze Einführung in die Geschichte  der Schallplatte gegeben habe, soll es jetzt mit der Begründung weiter gehen,  warum das Label der LPs und auch der Singles und die Kenntnis desselben für  jeden Plattensammler eine conditio sine qua non ist, falls er Originale kaufen  will.

Tatsache ist nun einmal, dass gerade die großen Plattenfirmen speziell in  den 60er und 70er Jahren versuchten, zu verschleiern, wenn sie alte Aufnahmen  erneut auf den Markt warfen.

Ob dies absichtlich war - bei einem neuen Titel der  Platte kann man wohl davon ausgehen - oder unabsichtlich (tatsächlich war die  Desorganisation der meisten Label kaum zu glauben, man könnte es auch  Schlamperei nennen und jeder Chef der A&R-Abteilung - also der Sparte, die  für die Künstlerverpflichtung und -betreung zuständig war und ist und nach den  Resultaten der Verkäufe gemessen wurde - versuchte in der Regel am Ende eines  jeden Jahres sein Gesamtergebnis durch die Veröffentlichung von Samplern  aufzuhübschen) steht hier nicht zur Diskussion. Tatsache ist, dass  beispielsweise die Singles von Elvis Presley auf RCA bis 1961 mit sieben  verschiedenen Labeldesigns herausgebracht wurden, ehe 1963 das erste mit RCA  Victor  erschien. Oder dass bei den Beatles die erste englische LP Please Please  Me nur ein halbes Jahr auf dem goldenen Label von Parlophone erschien, ehe es  von einem gelben abgelöst wurde.

Man sieht: Um die Originalität einer  Schallplatte zu bestimmen, ist man gerade bei den erfolgreichen Künstlern auf  das Detail angewiesen.

Das gilt beispielsweise auch für die Label einer der  erfolgreichsten Firmen des progressiven Rock, Vertigo. Die von Philips 1969  extra deswegen gegründete Gesellschaft, um die damals soeben entstehende  progressive Rockmusik zu propagieren, hatte am Anfang eine einzigartiges Design,  das auf der ersten Seite einen Art Quirl hatte (der seitdem als Swirl-Label  berühmt wurde), auf der zweiten Seite standen dann die üblichen Angaben wie der  Künstler, die Titel usw.

Diese Gestaltung wurde in der Regel 1973 (in einigen  Ländern erst 1975) vom sogenannten UFO-Label abgelöst, das zum einen farbig und  zum anderen ganz anders gestaltet war. Damit sind jedoch nicht alle Probleme  gelöst.

Gerade von den wervollen Platten wie  Dr. Z, Dr. Strangely Strange oder  Gravy Train gab es in den 80er und 90er Jahren illegale Nachpressungen aus  Italien, die als Originale ausgegeben wurden. Hier tritt eine weitere  Besonderheit der Originale in den Vordergrund. Obwohl die meisten Firmen die  sogenannte Matrix-Nummer (also die Nummern, unter der in der Firma die  Pressungen angefertigt wurden) in der Auslaufrille der Platte einritzten,  stanzte sie Vertigo ein.

Dieser Umstand entlarvte zusammen mit dem meist als  Kopie zu erkennenden Label meistens die Fälschungen. Viele Label kann man in  ausgezeichneter Qualität im Buch des Vinylologen Frank Wonneberg, Labelkunde  Vinyl im Berliner Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf zu finden. Das nächste  Mal beschäftigen wir uns mit den Besonderheiten der Cover.



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