Schallplatten - das schwarze Gold ... - Plattensammeln - das schwarze Gold der Musikfreunde

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Plattenhüllen oder Cover

Plattensammeln - das schwarze Gold der Musikfreunde
Veröffentlicht von in Vinyl · 3 August 2015
Waren beim letzten Mal die Label als Unterscheidungsmerkmal zwischen Original und Nachpressung an der Reihe, stehen diesmal die Plattenhüllen oder Cover im Vordergrund. Leider machten in der Vergangenheit die wenigsten Plattenfirmen Wiederveröffentlichungen kenntlich - eine löbliche Ausnahme bildete Ariola, die in den späten 70ern viele Beat-Platten neu herausbrachte und dies auch durch einen Aufdruck auf dem Cover kennzeichnete - aber dennoch ist der Plattensammler nicht verloren, denn man kann die Reissues durch einige Hilfsmittel von den Originalen unterscheiden.

Da wäre zunächst einmal die Bestellnummer. So änderten die meisten Label beim Übergang von den 60er zu den 70er Jahren ihre Bestellnummern, EMI war sogar schon 1969 damit an der Reihe, als sie von den fünfstelligen Nummern auf die 1C-Folge umstellten. Polydor ging von sechs Zahlen auf die 7 und Ariola etwas später von der führenden 7 auf die führende 8, die dann 1976 von der führenden 2 und 1978 auf die sechsstellige Folge umgeändert wurde. Zusätzlich zu den Bestellnummern gibt es noch den sogenannten Labelcode. Der LC wurde im Mai 1976 von der Gesellschaft für Leistungsverwertung in Deutschland eingeführt.

Seitdem muss jede über eine Plattenfirma auf den Markt gebrachte Produktion einen LC haben, der eben von der GVL verteilt wird. Das bedeutet, dass eine LP, die angeblich in den 60er Jahren erschien, aber einen Labelcode besitzt, nicht vor Mai 1976 erschienen sein kann.Unsere englischen Kollegen besitzen noch zwei weitere Unterscheidungsmerkmale, die die Plattenhüllen betreffen:

Zum einen gab es in den 60er Jahren auf der Insel die seltsame Methode, den Falz der Vorderhülle nicht etwa wie im Rest der Welt innerhalb des Covers umzuknicken, sondern er wurde auf die Rückseite aufgeklebt. Und zum zweiten führte Deram die Methode ein, hinten ein Loch anzubringen, anhand dessen man feststellen konnte, ob die Platte in Mono oder Stereo gehalten war. Sah man in dem Loch blaue Farbe, war die LP Stereo, war sie rot, Mono. Auch das hörte in den 70er Jahren auf.




3 Kommentare
Durchschnittliche Bewertung: 135.0/5
2016-01-31 16:07:05
Dieser Aufdruck ist wirklich essentiell für Plattensammler. Es wäre gut wenn jede Plattenfirma diese Neuauflagen so kenntlich machen würde. Es würde auf jeden Fall das Sammeln sehr vereinfachen.
Chris
2015-10-25 19:44:20
Die Beat Platten von Ariola haben mir immer super gefallen!
Chris
2015-10-23 16:42:17
Toller Artikel
Gruß Chris
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