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Tiefenreinigung perfekt
   12.03.17 - Neue Erkenntnisse - Update in den nächsten Tagen ...

Schallplatten manuell "tiefen-"reinigen - Hörgenuss und Wert der Platten steigern!

Seit vielen Jahren habe ich versucht, meine Schallplatten so zu reinigen, dass ein störungsfreier Hörgenuß möglich ist. Diverse "Waschmaschinen" und Verfahren mussten ihre Reinigungswirkung beweisen. Reinigungsflüssigkeiten bis 30,00 EUR / Liter wurden getestet. Beides ohne den erhofften Erfolg. Richtig störend ist es, wenn Knistern bereits in der Einlaufrille und zwischen den einzelnen Titeln zu hören ist. Mit meiner neuen "Waschmethode" erziele ich den seit Jahren verwehrten Erfolg. Das Ergebnis ist umwerfend - Stille bei den Einlaufrillen, zwischen den einzelnen Titeln und am Ende der Platte. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die Plattenrillen nicht durch den Tonabnehmer "vorgeschädigt" sind. Weitere Infos unter der Bildgalerie.
Beachten Sie bitte die Infos am unteren Ende der einzelnen Bilder. Dazu Maus von den links-rechts-Schalt-Buttons wegnehmen.
Hörgenuss pur Weitere interessante Ausführungen zur Tiefenreinigung mit Beispielen
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Eine Schallplatten-Waschmaschine mit einer so genannten Tiefenreinigung






Staub in den Plattenrillen - Verursacher der Knack- und Störgeräusche, welche durch die normalen Waschmaschinen nicht erreicht und somit entfernt werden können.
Die mir einzige bekannte Methode zur Entfernung der teilweise tief und fest angelagerten Schutzteile kann nur durch eine manuelle Entstaubung mit anschließender Tiefenreinigung beseitigt werden.
In den Plattenrillen sind die Toninformationen der Höhen und Tiefen enthalten. Beim Vorhandensein von Trennmittel, welche beim Herstellungsprozess verwendet werden, werden die Originalinformationen verfälscht. Anlagerung des Trennmittels vermindert die Auslenkung des Tonabnehmers - Höhen und Tiefen werden nicht originalgetreu wiedergegeben.
      
Plattenauflage mit Bumpons - Platte liegt rutschsicher und kann leicht bearbeitet werden.  
Vorlage zum Ausdrucken  A4  -  A3 - geeignete Bumpons - Acryl-Rohr als Labelschutz
 



Acryl-Pinsel mit geschliffenen Spitzen
Update zur Tiefenreinigung - Trockenreinigung - Staub aus den Tiefen der Plattenrille entfernen:

Vor der nassen Tiefenreinigung empfiehlt es sich, den Staub trocken aus der Tiefe den Plattenrillen zu entfernen.
Hierzu legt man die Platte auf sog. Bumpons (Verrutschen der Platte hiermit ausgeschlossen) und entfernt den Staub mit einem Acryl-Lack-Pinsel entgegen der Laufrichtung der Platte aus der Tiefe der Plattenrille.
Man wird sich wundern, wieviel Staub hier auch auf einer optisch sauberen Platte vorhanden ist. Ruhig einige Zeit aufwenden und die Pinselspitzen einigermassen kräftig aufsetzen.
Man sieht, dass weder Mitlaufbesen und Antistatic-Plattenbürste den tief in der Plattenrille vorhandenen Staub entfernt!
Hörtest danach: Das sonst störende Knistern ist großteils weg. Die Naßreinigung ist danach einfacher, da der vorhandene Staub schon aus den Plattenrillen entfernt ist. Es ist festzuhalten, dass nach der Trockenreinigung und anschließender Naßreinigung die Reinigungsflüssigkeit schneller in die Plattenrille eindringt, da der sonst erst bei der Naßreinigung zu entfernende Staub bereits entfernt wurde und somit die Plattenrille schon tiefer ist, als mit eingelagertem Staub.
Dann noch die Naß-Tiefenreinigung durchführen.
Ergebnis: Hörgenuss pur, Wert der Platte gesteigert.
Vorab ein Vergleich einer Neupressung von Borther In Arms von Dire Strait im Vergleich zur Platte von 1985:

2012 - 2013 Jahren kaufte ich die toll aufgemachte 2-LP-180 gr Ausgabe oben beschriebener Platte. Diese hörte ich mir Weihnachten 2015 an und hoffte auf eine hervorragende Pressung. Lesen Sie meinen Kommentar zu dieser Neuausgab auf meiner Seite Hörgenuss pur. Die 1985er Platte, welche schon min. 80 - 100 mal auf meinem Plattenteller lag, unterzog ich einer gründlichen Tiefenreinigung. Vorher waren speziell zwischen den einzelnen Titeln doch schon Laufgeräusche der Abtastnadel zu hören.
Nach der Tiefenreinigung: Platte wie neu! Ein Klangerlebnis.

Schallplatten kaufen im Internet, auf Börsen und Flohmärkten - eigene Erfahrungen:

Im Internet muss man sich auf die Bewertungen im Angebot verlassen. Schon mehrfach habe ich Platten bekommen, welche optisch sehr gut aussahen.
Auf Börsen und Flohmärkten kann man die Platten nur optisch bewerten, viele sehen - ausser mit Staubauflage - gut bis sehr gut aus.
Die negative Überraschung kommt oft, wenn man die Platte anhört: Massives Knistern, viele Störgeräusche.
Dies scheint daher zu kommen, dass die Anbieter die Platten mit einem Tuch (habe ich auch in Läden schon beobachtet) "säubert" und dadurch den Schmutz auf dem Tuch und ggfs. der Platte schön in die Rillen reibt. Optisch schaut die Platte gut aus und man freut sich schon auf das neue "Schätzchen".
Hier hilft, soweit die Platte nicht mit einem defekten oder alten Tonabnehmer vorgeschädigt ist, die Tiefenreinigung.

Trennmittel bei der Plattenproduktion:

Meiner Meinung nach haftet auf vielen neuen Platten noch Trennmittel, welche bei der Produktion eingesetzt werden, obwohl viele Hersteller die Verwendung von Trennmitteln verneinen.

Aber: Warum klingen diese Platten nach der Tiefenreinigung frischer, dynamischer, mehr Höhen?

Statische Aufladung der Vinyl-Platten:

Oft "kleben" die Platten auf der Plattentellerauflage und heben diese beim Abheben einfach mit. Dies ist auch bei neuen Platten feststellbar.
Warum: Staub in den Plattenrillen kann sich statisch aufladen. Es ist nicht nur der oberflächliche Staub, welchen man mit einer Carbonbürste entfernen kann, es ist der Staub in der Plattenrille. Diesen Staub bekommt man mit Büsten etc. nicht aus der Rille.
Nach der "Tiefenreinigung" ist auch nach mehrfachem Abspielen keine statische Aufladung der Platte feststellbar!

Mitlaufbesen: Vor meiner Art der Tiefenreinigung unerlasslich. Heute ist der vergoldetet Mitlaufbesen nur noch schön anzuschauen, jedoch ohne Funktion.

Lautstärke beim Abhören: Früher "tastete" ich mich an die noch verträgliche Lautstärke heran, ohne dass die Nebengeräusche wie Knistern, Laufgeräusch des Tonabnehmers als störend empfunden werden. Heute: Abhören ohne dieses "Lautstärken-Limit".

Schonung des Tonabnehmers: Verschmutzte Platten, auch auch nach Reinigung mit meiner Waschmaschinen "Flüsterbär" oder früher der "Knosti", schaden dem Tonabnehmer. Dies ist nach der intensiven Tiefenreinigung nicht mehr zu befürchten, da die Platte bis "auf den Grund des Vinyls" frei von Verschmtzung ist.

Was meine ich mit Tiefenreinigung :

Reinigungsmittel:

Als Reinigungsmittel verwende ich eine Mischung aus 75% ENTMINERALISIERTEM Wasser (aus dem Kondensat-Wäschetrockner oder aus der Apotheke) und 25 % Isopropylalkohol sowie einigen Tropfen Spülmittel oder eines Tennmittels (bekannt aus der Fotografie).

HINWEIS: Das Kondenswasser (ist entmineralisiert) aus einem Wäschetrockner vorsichtshalber durch ein Feinsieb oder eine Kaffee-Filtertüte gießen. Feinste Flusen werden aus dem Wasser gefiltert.

Hinweise zur Vorgehensweise:

Sehr viele, auch neu gekauften Platten sind statisch aufgeladen, sodass sie bereits bei der Entnahme aus der Plattenhülle Staub "ansaugen". Man merkt diese teilweise starke statische Aufladung, wenn man die Platte vom Plattenteller nehmen möchte und die meist lose aufliegenden Auflagen des Plattentellers an der Schallplatte "kleben" und mit hoch gehoben werden.
Nach der Tiefenreinigung weist die Platte auch nach mehrmaligem Abspielen noch keine statische Aufladung auf und ist praktisch staubfrei. Wichtig ist die Verwendung von mit Polyethylen gefütterten Innenhüllen.

- Da die Platte auf die ca. 10 mm hohen Bumpons legen. Sie liegt hier rutschsicher.
- Platte SEHR reichlich einsprühen.
- Labelschutz (siehe Fotos in der Fotogalerie) kann entfernt werden, damit man bis zum Label hin reinigen kann (Auslaufrillen).
- Der Reinigungsvorgangs mit einem Pinsel (für Acryllack) muss in beide Richtungen (in Drehrichtung der Platte und gegenläufig oder wie z.B. beim Wände weißeln, wo auch in beiden Richtungen gearbeitet wird) erfolgen. Je Plattenseite ruhig 2-3 Minuten reinigen.
- Wichtig dabei ist, dass auch hierbei immer genügend Reinigungsflüssikeit auf der Oberfläche zu sehen ist. Bei Bedarf ruhig nochmals nachsprühen.
- Bei - auch neuen Platten - bildet sich nach einiger Zeit teilweise relativ viel Schaum. Dies scheint von Trennmittel herzurühren, welches von ?? Presswerken bei der Herstellung der Vinylscheibe verwendet wird. Hierüber finden Sie auch einige Links auf unserer Seite, welche das Problem beschreiben.
- Wichtig ist auch, dass speziell die Einlaufrillen länger gereinigt werden. Der Erfolg wird es lohnen.
- Die Trocknung erfolgt nach meinen Erfahrungen mit einem Microfasertuch "DAS BLAUE WUNDER PLUS" (dies ist keine Werbung). Das Tuch sollte mehrfach gefaltet werden, sodass ein dickerer Pack entsteht. Dann in Drehrichtung der Platte reinigen. Die hohe Saugkraft des Tuches nimmt sofort den Großteil der Flüssigkeit auf. Das Tuch auf eine trockene Seite wenden und noch ein oder zwei Mal trocknen - OHNE Druck.
- Da die Platte auf den ca. 10 mm hohen Bumpons liegt, kann man mit dem Tuch den Rand der unteren Plattenseite leicht trocknen, da hier beim Waschen speziell der Einlaufrillen mit Sicherheit Flüssigkeit zu finden ist.
- Platte umdrehen und auch diese reinigen.
- Das Microfasertuch sollte für eine weitere Platte gewechselt werden, da sie nach meinen Erfahrungen für die Reinigung einer weiteren Platte etwas zu feucht ist. Ich hatte ein Set mit 7 Tüchern gekauft. Tücher für die nächste Charge Platten trocknen lassen und vor Gebrauch gut ausschütteln.
- Nach einigen Minuten kann die Platte dann in eine NEUE, staubfreie gefütterte Innenhülle gebracht werden.

Das Klangerlebnis ist nach erfolgter Tiefenreinigung teils umwerfend - vielleicht so noch NIE gehört.

- Klang, wie noch nie gehört. Einfach unglaublich.
- Teilweise absolute Ruhe in den Einlaufrillen und zwischen den einzelnen Titeln sowie am Ende der Platte. Toll bei Aufnahmen auf Cassette etc.
- Verbesserung der Dynamik und der räumlichen Tiefe.
- Höhen, welche auf Testplatten vor dem Waschen nicht gehört wurden.
Möchten Sie mir ein Feedback über Ihre Erfahrungen geben?
Unser Leser Franco aus der Schweiz stellt fest:

Die heutige Aufnahmequalität der Vinyl-Schallplatten
 
Gerade heute habe ich mit Freude die LP Lullaby and the Ceaseless Roar von Robert Plant gekauft und auf den Plattenteller gelegt. Zuerst bei meinem Freund und seinem 15.000 Euro Plattenspieler und nachher bei mir zu Hause bei einem 8.000 Euro LP-Player.

Was wir uns da an Sound-Qualität anhören mussten, ist wie so oft in den letzten Jahren einfach, sorry, für die Wortwahl „Schrott“. Sicher nicht bei allen LP’s, aber mittlerweile bei mehr als 90 % meiner neu gekauften LP’s. Entweder hören die Tontechniker schlecht, sind lieblos im Produzieren oder es interessiert sich nicht, wie die Qualität ist.
 
Wie ein bekannter Schallplattenladen in Deutschland diese LP und andere von seiner Referenzliste als Qualitativ TOP bewerten kann, erschliesst sich uns nicht.
 
Herr Plant, 40 Jahre im Musikbusiness, auch David Gilmour etc. …..ich jedenfalls würde mich über so eine Klangqualität schämen und das oft bei allen Medien wie CD, gestreamt, gerippt oder als LP! Was nützen mir die hochgelobten 180g LP’s, wenn sie gelinge gesagt so tönen, als ob jemand einen Vorhang über die Lautsprecherboxen gelegt hat.
 
Ich bin ein Vinyljunkie (5000 Vinylschallplatten und mehrheitlich alles Erstpressungen), aber leider einer, der in der heutigen Zeit immer wieder enttäuscht wird. Ich bin mir auch über die altersbedingte Problematik der Presswerke bewusst, es wird viel darüber geschrieben, aber es wird uns weissgemacht, dass es wieder viele gut aufgenommene neue Vinylalben gibt. Kann sein, dass dies vereinzelt vorkommt. Aber was nützen mir 10 Schallplatten auf 1000, die einigermassen gut klingen?
 
Ich will Musik sammeln, hören und mich nicht nur auf 20 gute Aufnahmen reduzieren lassen.Ich habe viele neue LP’s gekauft, zuerst mit der Hannl Aragon ELB gewaschen und war immer wieder enttäuscht, wie schlecht die Aufnahmen tönen. Vergleicht man die gleichen Aufnahmen gestreamt, wurden die CD gerippt, als Masterdownload gekauft oder als CD, dann wird mir bewusst, dass wir als Freunde der runden Scheibe nur über den Tisch gezogen werden, denn die Qualität der Schallplatten ist oft um einiges schlechter als die anderen Medien.

Ich schreibe hier nicht über die Gefühle, die Leidenschaft, das Cover oder, dass ich Musik in den Händen halte, sondern nur über die Ton-Qualität der heutigen Schallplatten. Klar lobe ich mir die Ruhe, die eine LP klanglich ausstrahlt, aber 1967 oder noch früher war es möglich, tolle Aufnahmen herzustellen. 40 Jahre danach und Jahre an Erfahrung sollte so etwas nicht mehr möglich sein? Oder es will nicht möglich gemacht werden? Früher war eine Band monatelang im Studio, um nachher eine gute Qualität abzuliefern, heute muss es wohl schnell gehen.
 
Schade, habe ich zu wenig Geld, ansonsten würde ich ein neues Presswerk ins Leben rufen und wieder analog, klanglich wertvolle und mit Liebe zur Aufnahmequalität hergestellte LP’s ins Leben rufen. …. Denn, dass es früher möglich war, beweisen die guten alten Aufnahmen.
 
Keep vinyl alive, aber mit leider oftmals schlechter Tonqualität!
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