



Platte des Monats
Signature Sounds/In-


Seit ca. 1956 können wir Musik stereophon hören. Aber bereits seit ca. 1850 können wir stereoskopisch sehen.
Vinyl liegt im Trend.
Plattenhändler berichten von einer steigenden Nachfrage: Einige Läden in Österreich
verkaufen sogar wieder mehr schwarze als silberne Scheiben. Die Schallplatte erlebe
derzeit eine wahre Renaissance -
Vorausgesetzt man besitzt die richtige Platte zur richtigen Zelt. Wer in den 70er
«Jahren alle Platten der Musikrichtung "Deutschrock" oder "Psychedelic Rock" gekauft
hat, kann heute dafür wahre Spitzenpreise erzielen.
Originale Pressungen des Labels
"Ohr", "Pilz" oder unzählige Privatpressungen werden im Netz und auf Sammlerbörsen
hoch gehandelt.
Gut erhaltene Exemplare wechseln für mehrere Hundert Euro den
Besitzer -
kann sich die Rendite durchaus mit
konservativen Anlageformen messen.
Für die Schallplatte mit dem Titel "Stormy Weather",
gesungen von der Gruppe "The Five Sharps" bezahlen Sammler aus den USA nicht weniger
als 4.000 Euro. Der Seltenheitsgrad, der Kultfaktor und der physische Zustand sind
dabei entscheidende Faktoren für die Preisentwicklung von Tonträgern.
Die Wertentwicklung für Schallplatten ist allerdings schwer zu berechnen. Man sollte Fachmann sein oder einen an seiner Seite wissen. Eine Kenntnis des Musikmarktes und der Absatzkanäle Ist für die Spekulation mit dem Rohstoff Vinyl unumgänglich. Wer als Musikliebhaber keine Sammlernatur ist, bieten sich traditionelle Formen der Geldanlage.

Crippled Creek haben mit Some Strange Country eine faszinierende CD mit akustischer Musik vorgelegt.
Wortspiele können den Charakter einer CD definieren und der im Titel der neuen CD
des Quintetts trifft exakt das, was man hört. Some Strange Country kann nicht nur
ein seltsames Land, sondern auch seltsame Countrymusik bedeuten und beide Bedeutungen
treffen genau, was man hier hört. Die Band um Sängerin und Songschreiberin Aoife
O´Donovan entschloss sich nämlich, vorwiegend Volkslieder aufzunehmen, die sie allerdings
mit eigenen Titeln vermischte. Darüber hinaus spielte man die Klassiker so ein, wie
sie wohl auch zum ersten Mal zu hören waren: Akustisch, mit der Dominanz der Stimme
von O´Donovan. Das war eine fantastische Idee, denn so erhalten die oft gar schrecklichen
Texte eine zusätzliche Ebene, die den verträumten Gesang der Dame bestens kontrastieren
und die Atmosphäre beisteuern, die manchmal bei dem Gesang fehlen. Die Stimmung,
die dadurch aufkommt, ist teilweise magisch und zieht den Hörer in die Welt der Band,
zumal die Instrumentalisten überragend spielen. Die Stakkato-

